Die Bildkammer – Der Blog

Ein Blick ins Atelier – meine Welt

Wer ein Atelier erwartet, das aussieht wie ein Ikea-Katalog für Kreative, ist bei mir falsch. Kein weißer Würfel, keine aufgeräumte Instagrammierbarkeit, keine dekorativen Pinselbehälter aus dem Designerladen. Die Bildkammer ist ein Arbeitsraum. Was man riecht, bevor man sieht Das erste, was Besucher wahrnehmen, ist der Geruch: Leinöl, Malmittel, die leise

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Ein Nachfahre Cranachs und ein Auftrag, den man nicht ablehnt

Es war meine allererste Ausstellung: Kulturgut Ittenbeuren in Ravensburg. Hauptsächlich Repliken altmeisterlicher Werke, die ich in der Technik ihrer Zeit neu gemalt hatte. Und dann stand er vor meiner Replik des Jan van Eyck. Ernst Munzinger, Eigentümer des Munzinger-Archivs in Ravensburg, einer der bekanntesten Personen-Informationsdienste im deutschsprachigen Raum. Er schaute

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Warum ich male wie vor 400 Jahren

Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in der altmeisterlichen Technik male, kommt meistens eine von zwei Reaktionen. Die erste: ehrliches Interesse, eine leichte Ehrfurcht und viele Fragen. Die zweite: ein freundliches Lächeln, das ungefähr sagt: „wie schön, dass es das noch gibt“. Als wäre es ein Handwerk wie Kerzengießen oder

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Surrealismus ist kein Bingo-Spiel mit Motiven

Das Wort begegnet mir überall. Auf Instagram, in Galerien, in Ausstellungstexten. „Surrealistisch“ ist das neue „verrückt“ – ein Begriff, der so viel bedeuten soll, dass er am Ende nichts mehr bedeutet. Der Surrealismus, dem ich mich verpflichtet fühle, hat mit dem, was heute meistens so heißt, nur den Namen gemeinsam.

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Zwischen Leinwand und Legende(n) – wer ich bin

Es gibt Kindheiten, die man sich nicht ausdenken kann. Meine war so eine. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem das Seltsame, das Surreale, das Verwandelte zum Alltag gehörte. Die Filmemacherin Ulrike Ottinger war eine enge Freundin meiner Eltern. Wer ihre Arbeiten kennt, der versteht, in welcher Atmosphäre ich

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